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Demokrit von Abdera
Fragment: Ethische Schriften
Über das Leben nach dem Tode
Es wird erörtert, wie das Aufleben eines Verstorbenen möglich
sei. In diesem Falle war der Tod offenbar kein Erlöschen der gesamten
Lebenskraft des Körpers, sondern nur eine Ohnmacht infolge eines Schlages
oder einer Verwundung, wobei die Bänder der Seele im Mark noch festgewurzelt
blieben und das Herz den Funken des Lebens noch in der Tiefe bewahrte. Und
infolge der Fortdauer jener Bänder erwies sich der Körper tauglich
zur Beseelung und erlangte das erloschene Leben wieder.
Die Menschen in ihrer gewöhnlichen Todesfurcht scheuen sich an die
Todesstunde zu denken und ihr Testament niederzuschreiben. Sie werden dann
von ihr völlig überrumpelt und gezwungen, noch rasch, nach Demokrits
Ausdruck, sich doppelte Portionen einzustopfen.
Tritogeneia (Athena)
Aus der Klugheit erwachsen diese drei (Früchte:) Wohl denken, wohl
reden, recht handeln.
Über Wohlgemutheit
Wer wohlgemut leben will, soll nicht vielerlei treiben weder im eigenen
noch im Staatswesen und, was immer er treibt, nicht über seine Kraft und
Natur streben, sondern so sehr auf seiner Hut sein, daß, selbst wenn
das Glück einschlägt und dem Scheine nach ihn in die Höhe führen
will, er dessen nicht achtet und nicht über die Kraft anfaßt. Denn
mäßige Fülle ist sicherer als Überfülle.
Denn Lust und Unlust ist die Grenzbestimmung (des Zuträglichen und
Abträglichen).
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