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Zesen Philipp von 1619-1689 Verschiedene Reisen führten ihn nach Paris, Dänemark und in das Baltikum. Ab 1656 wurde die Niederlande zu seiner Wahlheimat, seine letzten Lebensjahre verbrachte er jedoch in Hamburg. Zu seinem Hauptverdienst zählten die für die Entwicklung der deutschen Metrik grundlegende und mehrfach aufgelegte Poetik Deutscher Helikon (1640) und die Gründung der ersten bürgerlichen Sprachgesellschaft, der Deutschgesinneten Genossenschaft, 1643. In seinen Büchern versuchte sich Zensen in allen poetischen Richtungen. Als Sprach-, Vers- und Orthographiereformer wie als Sprachpurist, der mit Neologismen den Wortschatz der deutschen Literatursprache erweitern wollte. Er stieß auf Ablehnung vor allem bei den Mitgliedern der Fruchtbringenden Gesellschaft, der er unter dem Namen Der Wohlsetzende" ab 1648 angehörte. Größter Erfolg bei seinen Zeitgenossen
hatte er mit der ersten Gedichtsammlung Frühlingslust- oder Lob-,
Lust- und Liebeslieder (1642) und seinem biblisch-gelehrsamen Roman Assenat
(1670). Er gilt als der erste große deutsche Barockroman. |