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Der
von Kürenberg
Ich stuont mir nehtint spâte
an einer zinne,
dô hôrt ich einen rîter vil wol singen
in Kürenberges wîse al ûz der menigîn.
er muoz mir diu lant rûmen, alder ich geniete mich sîn.‹
Nu brinc mir her vil balde mîn ros, mîn îsengewant,
wan ich muoz einer vrouwen rûmen diu lant,
diu wil mich des betwingen, daz ich ir holt sî.
si muoz der mîner minne iemer darbende sîn.
Neuhochdetusch:
»Ich stand gestern abend spät allein auf der
Zinne.
Da hörte ich, wie ein Ritter im Ton des
Kürenbergers schön sang, mitten aus der Menge.
Der muß meine Lande verlassen, wenn ich ihn nicht zum Liebhaber gewinne.«
Jetzt
bring mir ganz schnell mein Pferd und meine Rüstung her,
denn wegen einer Dame muß ich diese Lande verlassen.
Die will mich dazu zwingen, daß ich ihr zu Willen sei.
Aber sie muß auf meine Liebe für immer verzichten.
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