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Friederike
Kempner 1836 - 1904
Lebensdaten
Geboren
am 25.6.1836 in Opatow/Posen, gestorben am 23.2.1904 auf Gut Friederikenhof
bei Reichthal/Schlesien. Tochter eines Pächters und Rittergutsbesitzers.
Engangement in der Armen- und Krankenfürsorge.
1869:
Aktionen zur Reform des Gefängniswesens.
Zeitgenossen und Nachwelt schätzten die markante Persönlichkeit
nicht zuletzt als Klassikerin des unfreiwilligen Humors. Sie war das Genie
der unfreiwilligen Komik.
Bekannt als der "Schlesische Schwan" veröffentlichte sie von
1880 bis 1903 acht Auflagen ihrer Gedichte im Selbstverlag.
Poesie ist Leben,
Prosa ist der Tod.
Engelein umschweben
Unser täglich Brot.
"Dies
haarscharfe Danebenhauen, dies Beinahe-richtig-Liegen, dies Beinahegut-Sein,
dies Zerschmettern aber dann der eigenen Wirkung im aller-allerletzten
Augenblick, in der aller-allerunerwartetsten Weise - das ist es, das ist
sie, Friederike." (Mostar).
Oh
wißt ihr, was ich denke?
O nein, ihr wißt es nicht!
Wenn ich mich ganz versenke,
Dann denk ich ein Gedicht!
Ihr
Neffe schrieb als ihn ein literarischer Widersacher angriff:
... Gute
Tante, schlummre selig,
Gute Tante, schlummre brav.
Leider Gottes scheuchen schmählich
Meine Gegner Dir den Schlaf.
Auf dem Friedhof und Gebeinfeld
Weckt dich manchmal YA-Schrein -
Wenn dem Esel sonst nichts einfällt,
fällt ihm meine Tante ein.
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