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Aston Louise 1814-1871 Louise Aston war radikale Feministin. Sie lebte nach ihrer Einstellung und wurde so zum Ärgernis für ihre Zeit. Ihre von den damaligen Gewohnheiten abstechenden Eigenschaften bestanden unter anderem darin, daß sie Männerkleidung trug und Zigarren rauchte, Restaurants ohne Begleitung aufsuchte und schließlich auch in "freier Liebe", also unverheiratet mit Männern zusammenlebte. Zunächst war sie mit dem in Magdeburg lebenden englischen Industriellen Samuel Aston verheiratet. In ihrem Roman "Aus dem Leben einer Frau" (1847), den sie erst nach ihrer Scheidung veröffentlichte, schilderte sie ihre dreizehnjährige Ehe. Ihre einzige Tochter wurde dem Mann zugesprochen. Louise Aston zog in die vom freiheitlichen Geist des Vormärz geprägten Hauptstadt Berlin, wo sie den "Club Emanzipierter Frauen" gründete und mit einigen jungen revolutionär gesinnten Männern Beziehungen einging. Schließlich wurde sie des Atheismus beschuldigt und als staatsgefährdende Person aus Berlin ausgewiesen. Während der Märzrevolution 1848 hielt sie sich wieder in
Berlin auf und nahm im Freikorps Ludwigs von der Tann als Krankenschwester
am Schleswig-Holsteinischen Krieg teil. Ihre Wochenzeitschrift "Der
Freischärler" musste im November 1848 wegen Verbots durch die Zensur
eingestellt werden. Louise Aston mußte physisch und psychisch gebrochen
aus Berlin fliehen. |