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Achim
von Arnim Der Einzug auf dem Fort war für alle gleich fröhlich, die abziehenden Invaliden hatten die schöne Aussicht auf Marseille bis zum Überdruß genossen, und die einziehenden waren entzückt über die Aussicht, über das zierliche Werk, über die bequemen Zimmer und Betten; auch kauften sie von den abziehenden ein paar Ziegen, ein Taubenpaar, ein Dutzend Hühner und die Kunststücke, um in der Nähe einiges Wild in aller Stille belauern zu können; denn müßige Soldaten sind ihrer Natur nach Jäger. Als Francoeur sein Kommando angetreten, befahl er sogleich seinen beiden Soldaten, Brunet und Tessier, mit ihm den Pulverturm zu eröffnen, das Inventarium durchzugehen, um dann einen gewissen Vorrat zur Feuerwerkerarbeit in das Laboratorium zu tragen. Das Inventarium war richtig, und er beschäftigte gleich einen seiner beiden Soldaten mit den Arbeiten zum Feuerwerk; mit dem andern ging er zu allen Kanonen und Mörsern, um die metallnen zu polieren und die eisernen schwarz anzustreichen. Bald füllte er auch eine hinlängliche Zahl Bomben und Granaten, ordnete auch alles Geschütz so, wie es stehen mußte, um den einzigen Aufgang nach dem Fort zu bestreichen. «Das Fort ist nicht zu nehmen!» rief er einmal über das andre begeistert. «Ich will das Fort behaupten, auch wenn die Engländer mit hunderttausend Mann landen und stürmen! Aber die Unordnung war hier groß!» - «So sieht es überall auf den Forts und Batterien aus», sagte Tessier, «der alte Kommandant kann mit seinem Stelzfuß nicht mehr so weit steigen, und gottlob! bis jetzt ist es den Engländern noch nicht eingefallen zu landen.» - «Das muß anders werden», rief Francoeur, «ich will mir lieber die Zunge verbrennen, ehe ich zugebe, daß unsre Feinde Marseille einäschern oder wir sie doch fürchten müssen.» Die Frau mußte ihm helfen, das Mauerwerk von Gras und Moos zu reinigen, es abzuweißen und die Lebensmittel in den Kasematten zu lüften. In den ersten Tagen wurde fast nicht geschlafen, so trieb der unermüdliche Francoeur zur Arbeit, und seine geschickte Hand fertigte in dieser Zeit, wozu ein anderer wohl einen Monat gebraucht hätte. Bei dieser Tätigkeit ließen ihn seine Grillen ruhen; er war hastig, aber alles zu einem festen Ziele, und Rosalie segnete den Tag, der ihn in diese höhere Luftregion gebracht, wo der Teufel keine Macht über ihn zu haben schien. Auch die Witterung hatte sich durch Wendung des Windes erwärmt und erhellt, daß ihnen ein neuer Sommer zu begegnen schien; täglich liefen Schiffe im Hafen ein und aus, grüßten und wurden begrüßt von den Forts am Meere. Rosalie, die nie am Meere gewesen, glaubte sich in eine andere Welt versetzt, und ihr Knabe freute sich, nach so mancher harten Einkerkerung auf Wagen und in Wirtsstuben, der vollen Freiheit in dem eingeschlossenen kleinen Garten des Forts, den die früheren Bewohner nach Art der Soldaten, besonders der Artilleristen, mit den künstlichsten mathematischen Linienverbindungen in Buchsbaum geziert hatten. Ihn überflatterte die Fahne mit den Lilien, der Stolz Francoeurs, ein segenreiches Zeichen der Frau, die eine geborene Lilie, die liebste Unterhaltung des Kindes. So kam der erste Sonntag, von allen gesegnet, und Francoeur befahl seiner Frau, für den Mittag ihm etwas Gutes zu besorgen, wo er seinen Freund Basset erwarte, insbesondere machte er Anspruch auf einen guten Eierkuchen, denn die Hühner des Forts legten fleißig, lieferte auch eine Zahl wilder Vögel, die Brunet geschossen hatte, in die Küche. Unter diesen Vorbereitungen kam Basset hinaufgekeucht und war entzückt über die Verwandlung des Forts, erkundigte sich auch im Namen des Kommandanten nach dem Feuerwerke und erstaunte über die große Zahl fertiger Raketen und Leuchtkugeln. Die Frau ging nun an ihre Küchenarbeit, die beiden Soldaten zogen aus, um Früchte zur Mahlzeit zu holen, alle wollten an dem Tage recht selig schwelgen und sich die Zeitung vorlesen lassen, die Basset mitgebracht hatte. Im Garten saß nun Basset dem Francoeur gegenüber und sah ihn stillschweigend an, dieser fragte nach der Ursache. «Ich meine, Ihr seht so gesund aus wie sonst, und alles, was ihr tut, ist so vernünftig.» - «Wer zweifelt daran?» fragte Francoeur mit einer Aufwallung, «das will ich wissen!» - Basset suchte umzulenken, aber Francoeur hatte etwas Furchtbares in seinem Wesen, sein dunkles Auge befeuerte sich, sein Kopf erhob sich, seine Lippen drängten sich vor. Das Herz war schon dem armen Schwätzer Basset gefallen, er sprach, dünnstimmig wie eine Violine, von Gerüchten beim Kommandanten: er sei vom Teufel geplagt, von seinem guten Willen, ihn durch einen Ordensgeistlichen, den Vater Philipp, exorzieren zu lassen, den er deswegen vor Tische hinauf bestellt habe, unter dem Vorwande, daß er eine Messe der vom Gottesdienst entfernten Garnison in der kleinen Kapelle lesen müsse. Francoeur entsetzte sich über die Nachricht, er schwur, daß er sich blutig an dem rächen wolle, der solche Lüge über ihn ausgebracht; er wisse nichts vom Teufel, und wenn es gar keinen gebe, so habe er auch nichts dagegen einzuwenden, denn er habe nirgends die Ehre seiner Bekanntschaft gemacht. Basset sagte, er sei ganz unschuldig, er habe die Sache vernommen, als der Kommandant mit sich laut gesprochen habe, auch sei ja dieser Teufel die Ursache, warum Francoeur vom Regimente fortgekommen. «Und wer brachte dem Kommandanten die Nachricht?» fragte Francoeur zitternd. «Eure Frau», antwortete jener, «aber in der besten Absicht, um Euch zu entschuldigen, wenn Ihr hier wilde Streiche machtet.» - «Wir sind geschieden!» schrie Francoeur und schlug sich vor den Kopf, «sie hat mich verraten, mich vernichtet, hat Heimlichkeiten mit dem Kommandanten, sie hat unendlich viel für mich getan und gelitten, sie hat mir unendlich wehe getan, ich bin ihr nichts mehr schuldig, wir sind geschieden!» - Allmählich schien er stiller zu werden, je lauter es in ihm wurde; er sah wieder den schwarzen Geistlichen vor Augen, wie die vom tollen Hunde Gebissenen den Hund immer zu sehen meinen, da trat Vater Philipp in den Garten, und er ging mit Heftigkeit auf ihn zu, um zu fragen, was er wolle. Dieser meinte, seine Beschwörung anbringen zu müssen, redete den Teufel heftig an, indem er seine Hände in kreuzenden Linien über Francoeur bewegte. Das alles empörte Francoeur, er gebot ihm als Kommandant des Forts, den Platz sogleich zu verlassen. Aber der unerschrockne Philipp eiferte um so heftiger gegen den Teufel in Francoeur, und als er sogar seinen Stab erhob, ertrug Francoeurs militärischer Stolz diese Drohung nicht. Mit wütender Stärke ergriff er den kleinen Philipp bei seinem Mantel und warf ihn über das Gitter, das den Eingang schützte, und wäre der gute Mann nicht an den Spitzen des Türgitters mit dem Mantel hängengeblieben, er hätte einen schweren Fall die steinerne Treppe hinunter gemacht. Nahe diesem Gitter war der Tisch gedeckt, das erinnerte Francoeur an das Essen. Er rief nach dem Essen, und Rosalie brachte es, etwas erhitzt vom Feuer, aber sehr fröhlich, denn sie bemerkte nicht den Mönch außer dem Gitter, der sich kaum vom ersten Schrecken erholt hatte und still vor sich betete, um neue Gefahr abzuwenden; kaum beachtete sie, daß ihr Mann und Basset, jener finster, dieser verlegen, nach dem Tische blickten. Sie fragte nach den beiden Soldaten, aber Francoeur sagte: «Sie können nachessen, ich habe Hunger, daß ich die Welt zerreißen könnte.» Darauf legte sie die Suppe vor und gab Basset aus Artigkeit das Meiste, dann ging sie nach der Küche, um den Eierkuchen zu backen. «Wie hat denn meine Frau dem Kommandanten gefallen?» fragte Francoeur. «Sehr gut», antwortete Basset, «er wünschte, daß es ihm in der Gefangenschaft so gut geworden wäre wie Euch.» - «Er soll sie haben!» antwortete er. «Nach den beiden Soldaten, die fehlen, fragte sie; was mir fehlt, das fragte sie nicht; Euch suchte sie als einen Diener des Kommandanten zu gewinnen, darum füllte sie Euren Teller, daß er überfloß, Euch bot sie das größte Glas Wein an, gebt Achtung, sie bringt Euch auch das größte Stück Eierkuchen. Wenn das der Fall ist, dann stehe ich auf, dann führt sie nur fort und laßt mich hier allein.» - Basset wollte antworten, aber im Augenblicke trat die Frau mit dem Eierkuchen herein. Sie hatte ihn schon in drei Stücke geschnitten, ging zu Basset und schob ihm ein Stück mit den Worten auf den Teller: «Einen bessern Eierkuchen findet Ihr nicht beim Kommandanten, Ihr müßt mich rühmen!» - Finster blickte Francoeur in die Schüssel, die Lücke war fast so groß wie die beiden Stücke, die noch blieben, er stand auf und sagte: «Es ist nicht anders, wir sind geschieden!» Mit diesen Worten ging er nach dem Pulverturme, schloß die eiserne Türe auf, trat ein und schloß sie wieder hinter sich zu. Die Frau sah ihm verwirrt nach und ließ die Schüssel fallen: «Gott, ihn plagt der Böse; wenn er nur nicht Unheil stiftet im Pulverturm.» - «Ist das der Pulverturm?» rief Basset, «er sprengt sich in die Luft, rettet Euch und Euer Kind!» Mit diesen Worten lief er fort, auch der Mönch wagte sich nicht wieder herein und lief ihm nach. Rosalie eilte in die Wohnung zu ihrem Kinde, riß es aus dem Schlafe, aus der Wiege, sie wußte nichts mehr von sich, bewußtlos wie sie Francoeur einst gefolgt, so entfloh sie ihm mit dem Kinde und sagte vor sich hin: «Kind, das tue ich nur deinetwegen, mir wäre besser, mit ihm zu sterben; Hagar, du hast nicht gelitten wie ich, denn ich verstoße mich selbst!» - Unter solchen Gedanken kam sie herab auf einem falschen Wege und stand am sumpfigen Ufer des Flusses. Sie konnte aus Ermattung nicht mehr gehen und setzte sich deswegen in einen Nachen, der, nur leicht ans Ufer gefahren, leicht abzustoßen war, und ließ sich den Fluß herabtreiben; sie wagte nicht umzublicken, wenn am Hafen ein Schuß geschah, meinte sie, das Fort sei gesprengt und ihr halbes Leben verloren, so verfiel sie allmählich in einen dumpfen, fieberartigen Zustand. Unterdessen waren die beiden
Soldaten, mit Äpfeln und Trauben bepackt, in die Nähe des Forts
gekommen, aber Francoeurs starke Stimme rief ihnen, indem er eine Flintenkugel
über ihre Köpfe abfeuerte: «Zurück!» dann sagte
er durch das Sprachrohr: «An der hohen Mauer werde ich mit euch
reden, ich habe hier allein zu befehlen und will auch allein hier leben,
solange es dem Teufel gefällt!» Sie wußten nicht, was
das bedeuten solle, aber es war nichts anders zu tun, als dem Willen des
Sergeanten Folge zu leisten. Sie gingen herab zu dem steilen Abhange des
Forts, welcher die hohe Mauer hieß, und kaum waren sie dort angelangt,
so sahen sie Rosaliens Bette und des Kindes Wiege an einem Seile niedersinken,
dem folgten ihre Betten und Geräte, und Francoeur rief durch das
Sprachrohr: «Das Eurige nehmt; Bette, Wiege und Kleider meiner entlaufenen
Frau bringt zum Kommandanten, da werdet ihr sie finden; sagt: das schicke
ihr Satanas, und diese alte Fahne, um ihre Schande mit dem Kommandanten
zuzudecken!» Bei diesen Worten warf er die große französische
Flagge, die auf dem Fort geweht hatte, herab und fuhr fort: «Dem
Kommandanten lasse ich hierdurch Krieg erklären, er mag sich waffnen
bis zum Abend, dann werde ich mein Feuer eröffnen; er soll nicht
schonen, denn ich schone ihn beim Teufel nicht; er soll alle seine Hände
ausstrecken, er wird mich doch nicht fangen; er hat mir den Schlüssel
zum Pulverturm gegeben, ich will ihn brauchen, und wenn er mich zu fassen
meint, fliege ich mit ihm gen Himmel, vom Himmel in die Hölle, das
wird Staub geben.» - Brunet wagte endlich zu reden und rief hinauf:
«Gedenkt an unsern gnädigsten König, daß der über
Euch steht, ihm werdet Ihr doch nicht widerstreben.» Dem antwortete
Francoeur: «In mir ist der König aller Könige dieser Welt,
in mir ist der Teufel, und im Namen des Teufels sage ich euch: redet kein
Wort, sonst zerschmettere ich euch!» - Nach dieser Drohung packten
beide stillschweigend das Ihre zusammen und ließen das übrige
stehen; sie wußten, daß oben große Steinmassen angehäuft
waren, die unter der steilen Felswand alles zerschmettern konnten. Als
sie nach Marseille zum Kommandanten kamen, fanden sie ihn schon in Bewegung,
denn Basset hatte ihn von allem unterrichtet; er sendete die beiden Ankommenden
mit einem Wagen nach dem Fort, um die Sachen der Frau gegen den drohenden
Regen zu sichern, andere sandte er aus, um die Frau mit dem Kinde aufzufinden,
während er die Offiziere bei sich versammelte, um mit ihnen zu überlegen,
was zu tun sei. Die Besorgnis dieses Kriegsrats richtete sich besonders
auf den Verlust des schönen Forts, wenn es in die Luft gesprengt
würde; bald kam aber ein Abgesandter der Stadt, wo sich das Gerücht
verbreitet hatte, und stellte den Untergang des schönsten Teiles
der Stadt als ganz unvermeidlich dar. Es wurde allgemein anerkannt, daß
mit Gewalt nicht verfahren werden dürfe, denn Ehre sei nicht gegen
einen einzelnen Menschen zu erringen, wohl aber ein ungeheuerer Verlust
durch Nachgiebigkeit abzuwenden; der Schlaf werde die Wut Francoeurs doch
endlich überwinden, dann sollten entschlossene Leute das Fort erklettern
und ihn fesseln. Dieser Ratschluß war kaum gefaßt, so wurden
die beiden Soldaten eingeführt, welche Rosaliens Betten und Gerät
zurückgebracht hatten. Sie hatten eine Bestellung Francoeurs zu überbringen,
daß ihm der Teufel verraten: sie wollten ihn im Schlafe fangen,
aber er warne sie aus Liebe zu einigen Teufelskameraden, die zu dem Unternehmen
gebraucht werden sollten, denn er werde ruhig in seinem verschlossenen
Pulverturme mit geladenen Gewehren schlafen, und ehe sie die Türe
erbrechen könnten, wäre er längst erwacht und der Turm
mit einem Schusse in die Pulverfässer zersprengt. «Er hat recht»,
sagte der Kommandant, «er kann nicht anders handeln, wir müssen
ihn aushungern.» - «Er hat den ganzen Wintervorrat für
uns alle hinaufgeschafft», bemerkte Brunet, «wir müssen
wenigstens ein halbes Jahr warten, auch sagte er, daß ihm die vorbeifahrenden
Schiffe, welche die Stadt versorgen, reichlichen Zoll geben sollten, sonst
bohre er sie in den Grund, und zum Zeichen, daß niemand in der Nacht
fahren sollte ohne seine Bewilligung, werde er am Abend einige Kugeln
über den Fluß sausen lassen.» - «Wahrhaftig, er
schießt!» rief einer der Offiziere, und alle liefen nach einem
Fenster des obern Stockwerks. Welch ein Anblick! An allen Ecken des Forts
eröffneten die Kanonen ihren feurigen Rachen, die Kugeln sausten
durch die Luft, in der Stadt versteckte sich die Menge mit großem
Geschrei, und nur einzelne wollten ihren Mut im kühnen Anschauen
der Gefahr beweisen. Aber sie wurden auch reichlich dafür belohnt,
denn mit hellem Lichte schoß Francoeur einen Bündel Raketen
aus einer Haubitze in die Luft und einen Bündel Leuchtkugeln aus
einem Mörser, denen er aus Gewehren unzählige andre nachsandte.
Der Kommandant versicherte, diese Wirkung sei trefflich, er habe es nie
gewagt, Feuerwerke mit Wurfgeschütz in die Luft zu treiben, aber
die Kunst werde dadurch gewissermaßen zu einer meteorischen, der
Francoeur verdiene schon deswegen begnadigt zu werden. Diese nächtliche Erleuchtung
hatte eine andere Wirkung, die wohl in keines Menschen Absicht lag; sie
rettete Rosalien und ihrem Kinde das Leben. Beide waren in dem ruhigen
Treiben des Kahnes eingeschlummert, und Rosalie sah im Traume ihre Mutter
von innerlichen Flammen durchleuchtet und verzehrt und fragte sie: warum
sie so leide? Da war's, als ob eine laute Stimme ihr in die Ohren rief:
«Mein Fluch brennt mich wie dich, und kannst du ihn nicht lösen,
so bleib ich eigen allem Bösen.» Sie wollte noch mehr sprechen,
aber Rosalie war schon aufgeschreckt, sah über sich den Bündel
Leuchtkugeln im höchsten Glanze, hörte neben sich einen Schiffer
rufen: «Steuert links, wir fahren sonst ein Boot in den Grund, worin
ein Weib mit einem Kinde sitzt.» Und schon rauscht die vordere Spitze
eines großen Flußschiffes wie ein geöffneter Walfischrachen
hinter ihr, da wandte er sich links, aber ihr Nachen wurde doch seitwärts
nachgerissen. «Helft meinem armen Kinde!» rief sie, und der
Haken eines Stangenruders verband sie mit dem großen Schiffe, das
bald darauf Anker warf. «Wäre das Feuerwerk auf dem Fort Ratonneau
nicht aufgegangen», rief der eine Schiffer, «ich hätte
Euch nicht gesehen, und wir hätten Euch ohne bösen Willen in
den Grund gesegelt, wie kommt Ihr so spät und allein aufs Wasser,
warum habt Ihr uns nicht angeschrien?» Rosalie beantwortete schnell
die Fragen und bat nur dringend, sie nach dem Hause des Kommandanten zu
bringen. Der Schiffer gab ihr aus Mitleid seinen Jungen zum Führer.
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