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Hatschepsut Nach 20-jähriger Regierungszeit verstarb Hatschepsut. Man vermutet,
daß Thutmosis III. an ihrem Tod nicht ganz unschuldig war. Hierfür
gibt es jedoch keine Beweise. Gesichert ist jedoch, daß nach ihrem
Tod der Versuch unternommen wurde, das Andenken an Hatschepsut auszulöschen.
Man ließ ihre Obelisken im Karnak-Tempel ummauern, ihre Statuen
wurden verstümmelt und die Reliefs in den Tempeln ausgemeißelt.
Diese Spuren kann man noch heute im Tempel von el-Bahri erkennen. Diese
Zerstörungen scheinen erst relativ spät in der Regierungszeit
Thutmosis III. erfolgt zu sein. Hatschepsut-Tempel Berühmt und gut erhalten ist der Terrassentempel in Deir el-Bahari. Er liegt am westlichen Nilufer gegenüber von Karnak und gehört zu den großartigsten Denkmälern altägyptischer Kultur, vor allem auch durch eine nie wieder erreichte Einpassung des Bauwerks in die eindrucksvolle Gebirgskette. Der Tempel Hatschepsuts liegt neben dem Mentuhotep-Tempel, der ca. 550 Jahre zuvor erbaut wurde. Ein langgezogener 37 Meter breiter Aufweg führte von einem heute zerstörten Taltempel hinauf zum ummauerten Vorhof. Der Totentempel wurde in 3 Terrassen angelegt. Im Vorfeld der Rampe, die vom Vorhof auf die erste Terrasse führte, konnten zwei T-förmige Teiche nachgewiesen werden. Außerdem muß auch hier das Gelände dicht bepflanzt gewesen sein. Die Sphinxfiguren der Königin, die den Aufweg und die Verbindungsrampen zwischen den einzelnen Terrassen säumten, konnten größtenteils nur noch zertrümmert aufgefunden werden. Auch unter Echnaton mußte der Tempel eine Zerstörungswelle über sich ergehen lassen. Alle Reliefdarstellungen des Gottes Amun, der als vermeintlicher Vater der Hatschepsut im Tempel einen besonders breiten Raum einnahm, wurden ausgehackt. Doch Ramses II. ließ diese Zerstörungen wieder ausbessern und hinterließ an mehreren Stellen Hieroglypheninschriften, die an seine Restaurierungen erinneren. Heute ist der Tempel weitgehend restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich. Traurige Berühmtheit erlangte der Hatschepsut-Tempel durch islamische
Terroristen, die 1997 ein Blutbad unter Touristen und Einheimischen anrichteten. |
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