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Filme

Ohne auf die Vielzahl der angebotenen Filme hier eingehen zu können, soll kurz erwähnt werden:
Es gibt Filme für den normalen Gebrauch und mit normaler Empfindlichkeit (ISO 100) und solche Filme, die hoch lichtempfindlich sind und deswegen in geschlossenen Räumen, bei Nacht oder in einem dunklen Dom zum Einsatz kommen (ISO 1600 und mehr). Je höher die Empfindlichkeit desto gröberes Korn (weniger präzise Zeichnung) und desto flauere Farbe (ist jedoch  kein Problem, wenn Nachbearbeitung am PC möglich). Empfidlichere Filme sind auch konstrastausgleichend. Manchmal zeigen hochempfindliche  Filme leichte Farbverschiebungen.

Kontrastumfang Farb und SW-Film angeben.

Nur im Bereich dieses Kontrastumfangs, bleiben Bilder durchgezeichnet, ohne tiefschwarze Schatten und/oder ausgefressenes Weiss. Bei Gegenlichtaufnahmen wird das ebenso deutlich wie bei “strahlenden Motiven” in  denen der Kontrastumfang überschritten ist (z.B. ein von der Sonne hellangestrahlter Grashalm vor sehr dunklem Hintergrund). Solche Motive sind, wenn man nicht gerade diesen Effekt nutzen will, schwer zu beherrschen oder untauglich.

Beachten sie unbedingt die Verfallzeiten von Filmen. Die Emulsionen verderben und zeigen dann Parallaxenfehler. Moderne Farbfilme werden so angefertigt, dass sie erst "reif" sind wenn sie den Vertriebsweg hinter sich haben und beim Händler im Regal liegen. Dann beginnt auch schon der Verfall. Verzichten sie auf Sonderangebote von Filmen kurz vor dem Verfallsdatum, wenn noch längere Lagerzeit geplant ist oder die Filme Wärme auf Tropenreisen oder Röntgenstrahlung auf Flughäfen ausgesetzt werden. Empfehlenswert ist Aufbewahrung in einer trockenen, luftdichten Box im Kühlschrank. Kühlung  verzögert den Verfall etwas.
In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen ausdrücklich bei Flugreisen die Filme in handelsübliche Bleibeutel zu verpacken und keine Filme in der Kamera zu belassen. Die Kamera selbst nehmen sie besser in den Passagierraum mit. Glauben sie nicht unbedingt Schildern auf den Flughäfen auf denen sinngemäss immer steht “ No Probs with x-rays”!! Belichtetes und unbelichtetes Filmmateriel reagiert übrigens gleichermassen auf Röntgenstrahlung.

Dia
Dia ist ein Durchlichtverfahren, bei dem auf eine Bildwand projeziert wird. Das Bild muß eine gute Schärfe haben, denn die Vergrößerung macht auch unscharfe Bereiche deutlicher.
Die Belichtung muß korrekt sein, da sie - anders wie bei der Entwicklung vom Negativfilm zum Papierbild - nachträglich nicht mehr korrigierbar ist. Gute Dias liefern eine brilliante Wiedergabe, die den hohen Aufwand zur Vorführung mit Projektor, Aufbau und Auswahl, rechtfertigt. Dias beanspruchen bei der Archivierung den größten Raum.

Papierbilder
Aufgrund des belichteten Negativ-Films wird ein Papierabzug erstellt. Dazu ist eine Belichtung des entwickelten Filmes notwendig. Papierbilder und Negative benötigen bei der Archivierung weniger Platz. Das Papierbild ist ein Auflichtbild und hat daher weniger Farbbrillianz.
Dieses Kapitel sollte eigentlich heißen: Wider die misserablen Papyrossis. Wollen Sie einen grünen  Sonnenuntergang? Wussten Si noch garnicht, daß ihre Freundin Chinesin oder Indianerin ist? Kennen Sie schon schwarzes Hellgrau und hellgraues Schwarz? Lieben Sie Entwicklungsstreifen auf den Negativen? Wünschen Sie eine schlechte Entwicklungsqualität weil die Chemikalien aus Sparsamkeitsgründen zu spät ausgetauscht wurden? Bevorzugen Sie abgeschnittene Ohren und angeschnittene Äpfel, weil die Randbeschneidung nicht motivgerecht ist? Sollten Ihre mühevoll gemachten Nachtaufnahmen endlich mal zerstückelt werden? Haben Sie das Bedürfnis ihre Negative nach Nachentwicklungen verkratzt, verfleckt und mit ausgerissenen Rändern zurückzubekommen? Wenn Sie das alles wollen, machen Sie Papierbilder: Schrott vom Feinsten. Ich habe dies alles erlebt und außerdem sind mir 30 Filme einer Fotosafari im Säurebad zerstört worden, weil die Entwicklermaschine versagte!. Haftung schließen Fotohändler und Entwicklungslabor von vornherein aus.
Deshalb taugen Papierbilder nicht für anspruchsvolle Fotografie. Glauben Sie ja nicht den tollen Werbefotos. Es sind Handbearbeitungen, denen der verständliche Wunsch nach Umsatzsteigerung zugrunde liegt. Das interessierte Publikum soll zu Käufern umfunktioniert werden.

Bildbearbeitung am PC
Ähnlich wie das Dia bietet der PC-Bildschirm ein Durchlichtbild (gute Farbbrillianz), das zudem noch gut nachzubearbeiten ist und auf eigenem Printer gedruckt werden kann. Damit stehen auch alle Möglichkeiten der Weiterverarbeitung (die beliebten selbtgemachten Kalender, Darstellung im Internet, Diaschau am PC usw.) zur Verfügung. Die Archivierung ist extrem platzsparend und durch entsprechende Archivierungsprogramme hervorragend zum Suchen geeignet. Deshalb habe ich mich für diese Methode entschieden. Ich lasse die Filme entwickeln ohne Abzug und scanne die Negative ein. Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn man mehr als Urlaubsschnapschüsse macht. Allerdings ist der finanzielle Aufwand für einen guten Bildschirm und einen geeigneten PC, Kosten für Software und Scanner sowie der Zeitbedarf zum Erwerb des know how nicht eben gering. Wesentlich höher jedenfalls als für die Kamera. Wieviel Zeit und Geld möchten Sie in Ihr Hobby investieren? Ich habe mich jedenfalls für den PC entschieden.